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rosaluxuslilalottaburg e. V.

   
TypAutonome Frauenwohnprojekte
StandortHamburg
Projektierungsbeginn1993
Fertigstellung/Erstbezug1999
KontaktBewohnerinnenverein: rosaluxuslilalottaburg e. V.
SchwerpunkteWohnen von und für Mütter, alltagstauglich und kinderfreundlich
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinAnita Fridetzky, Iris Neitmann
EigentumClaudia Martin c/o Privatbau Hamburg für rosaluxuslilalottaburg e. V.
ArchitekturIris Neitmann, Hamburg
ProjektumfangDas Projekt, Mietwohnungsneubau mit ca. 1.437 m² Gesamtwohnfläche, in zwei Gebäuden, ist Teil des 7.850 m² großen Wohnquartiers „Zeisewiese“.
WohnungenEs besteht aus 22 2-Zimmer- bis 5-Zimmer-Wohnungen, davon zwei Maisonettewohnungen.
GemeinschaftsflächenGemeinschaftsräume im Erdgeschoss und je eine allen Bewohnerinnen zugängliche Dachterrasse sowie ein gemeinsamer Garten.
Kosten/MietenAnfangsmieten (1999), Nettokaltmiete: 1. Förderungsweg 9,80 DM pro m² Wohnfläche, 3. Förderungsweg 12,25 DM pro m² Wohnfläche
Finanzierung/FörderungSozialer Mietwohnungsneubau, 1. und 3. Förderungsweg
ZielgruppenFrauen und Mütter.
ZielsetzungenZiel des Projektes ist die Verbesserung der Wohnsituation von Frauen und Müttern sowie die Aufhebung der Isolation, in der sich insbesondere Mütter häufig befinden, durch den Bau von preiswerten Wohnungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Bewohnerinnen zugeschnitten, alltagstauglich und kinderfreundlich sind.
PartizipationDie zukünftigen Bewohnerinnen wurden an der Planung von Anfang an beteiligt. Im Prinzip besteht ein Vorschlagsrecht des rosaluxuslilalottaburg e. V. bei der Belegung der Wohnungen. Dieses Recht wird jedoch bei den im 1. Förderungsweg geförderten Wohnungen durch das Belegungsrecht des Wohnungsamtes eingeschränkt.
LageDas Projektgrundstück liegt verkehrsberuhigt inmitten des Hamburger (Szene-)Stadtteils Ottensen und ist Teil des 7.850 m² großen Wohnquartiers „Zeisewiese“. Auf diesem Areal entstanden mehrere Gruppenwohnprojekte, denen unterschiedliche Organisationsformen, Projektideen und -zielsetzungen zu Grunde liegen, darunter mehrere Frauenwohnprojekte. Das Wohnquartier hat eine sehr gute Anbindung an die bestehende Infrastruktur mit Fern- und S-Bahnanschluss, Kinos, Schulen, Markt usw. Gleich nebenan liegen die erhalten gebliebenen Gebäude der ehemaligen „Zeisefabrik“, die für diverse kulturelle Angebote genutzt werden.
GebäudeDie beiden 6-geschossigen Gebäude ( Sockelgeschoss mit Gemeinschaftsräumen und fünf ) sind durchgehend mit orangefarbenen Ziegeln verblendet, die Fensterrahmen farbig gefasst. Jede Wohnung hat ein großes Erkerfenster sowie Balkon oder Garten bzw. Dachterrasse. Die Küchen der Wohnungen sind je nach Wunsch der Bewohnerinnen als größter Raum der Wohnung oder als kleiner, abgetrennter Raum oder ohne räumliche Trennung zum Wohnraum geplant. Es gab während der Planungszeit eine erhebliche Reduzierung der anerkennungsfähigen Wohnflächen, was zu einer Einschränkung der Umsetzung der Planungswünsche der Bewohnerinnen geführt hat. Auf den Dächern ist jeweils eine Gemeinschaftsdachterrasse.
AussenanlagenDas städtebauliche Konzept „Wohnquartier Zeisewiese“ beinhaltet einen autofreien, nur für Feuerwehr und Müllfahrzeuge vorgesehenen, privaten Erschließungsweg und Innenhof. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen zwei weitere Frauenprojekte: nebenan das erste Projekt von Arche Nora, Frauen leben zusammen gegenüber.
ÖkologieRosaluxuslilalottaburg e. V. beteiligt sich am autofreien Wohnen mit nur vier Stellplätzen für die zwei Hausgemeinschaften.
Chronik1993: Iris Neitmann veranstaltet auf einem Mütterkongress auf Einladung von Anita Fridetzky einen Workshop zum Thema „Wohnen von und für Mütter“. Die aus diesem Workshop hervorgehende Projektgruppe „rosaluxuslilalottaburg e. V.“ schließt sich der „Zeisewiese-Initiative“ an
1994: Kontakt zur Investorin Claudia Martin
1995: Übergabe des Grundstücks und Beginn der Einleitung des B-Plan-Verfahrens
1998: Baubeginn
1999: Fertigstellung
Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Wohnen auf der Basis von Nachbarschaftshilfe und gegenseitiger Unterstützung
  • Planung durch eine Architektin unter Einbezug der künftigen Bewohnerinnen
  • individuelle Grundrisse und Küchenlösungen
  • pro Person ein Individualraum
  • Gemeinschaftsräume, -Dachterrassen und -gärten
  • gemeinschaftsfördernde Außenraumgestaltung und sichere Spielflächen durch Autofreiheit
  • Nähe zu Kinderbetreuungseinrichtungen
  • gute Infrastruktur und ÖPNV-Anbindung
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