Navigation überspringen
homeimpressum/kontaktdrucksitemapverzeichnisse

Zum Download

 

 

 

 

Geschichte - Kriterien des Frauengerechten Wohnungsbaus

Kriterien zur Grundrissorganisation

Die im folgenden aufgeführten Projektbeispiele sind nicht erschöpfend, sondern repräsentativ für einzelne oder mehrere Aspekte

Grundrissorganisation was soll erreicht werden? wie wird dies rÄumlich umgesetzt?
nutzungsneutrale, gleich große und gleich gut belichtete Räume (die Vorzüge typischer Altbauwohnungen)
a alle Räume
b nur die Individualräume
eine nicht-hierarchische Raumnutzung innerhalb der Wohnung, d. h. anstelle des überdimensionierten Wohnraums die Möglichkeit, bei wechselnden Konstellationen oder Bedürfnissen, die Räume austauschen können, geräumige Kinderzimmer mit vernünftigem Zuschnitt zu haben usw. bei begrenzter Gesamtfläche (z. B. im geförderten Wohnungsbau) Kompensation durch entweder
- Reduzierung der Größe der einzelnen Räume und der Flure und/oder
- die Integration von Küche und Wohn-/Esszimmer (mit offener Küche oder Wohnküche ohne zusätzlichen Wohnraum) oder
- Integration von Wohnraum/ Erschließungsfläche und ggf. Küche (so genannter Allraum)
[Projektbeispiele]
damit zusammenhängend:
eine ausreichende Zahl von Räumen
allen Haushaltsmitgliedern einen Individualraum neben dem Gemeinschaftsraum - im günstigen Fall ein Raum mehr, als Personen im Haushalt [Projektbeispiele]
ansonsten gilt das oben gesagte
die Möglichkeit des "Durchwohnens", also (Sicht-)Verbindungen zwischen Räumen, insbesondere Küche/Kinderzimmer – Küche/Wohnbereich – Küche/Wohnbereich und Außenbereich Erleichterung der Verbindung von (Haus)Arbeit und Beaufsichtigung von Kindern/betreuungsbedürftigen Personen, Sichtbarmachen von Hausarbeiten, gemeinsames Hausarbeiten und nicht zuletzt mehr räumliche Qualität (Durchblicke, Weitläufigkeit, zweiseitige Belichtung) - Allraum (mit anschließendem Freiraum)
- Wohnküche
- Ineinanderfließende Raumfolgen
- großzügige Verbindungs- und Trennmöglichkeiten zwischen den Räumen des Gemeinschaftsbereichs
[Projektbeispiele]
eine Flexibilisierung des Grundrisses Anpassungsmöglichkeiten an im Laufe der Zeit sich verändernde Haushaltskonstellationen und -größen Realisierung unterschiedlicher Wohnvorstellungen - so genannte "Schalträume", die unterschiedlichen Wohnungen zugeordnet werden können, z. T. auch mit separaten Zugängen oder
- die Möglichkeit, ganze Wohnungen zusammen oder getrennt zu nutzen, z. B. durch Anschluss an zwei Treppenhäuser oder geschickte Anordnung der Treppe
- durch Planung leicht teilbarer Räume (ausreichender Größe)
- Variabilität innerhalb prinzipiell gleicher Grundrisse durch leichte Abtrenn- bzw. Verbindungsmöglichkeiten (z. B. gesamte Gemeinschaftsfläche offen, nur Küche abgetrennt, Flur abgetrennt, größeres Bad auf Kosten des Wohnraums usw.)
[Projektbeispiele]
Integration von Wohnungen für unterschiedliche Lebensformen in einem Gebäude Realisierung von z. B. generationenübergreifendem Wohnen, Zusammenleben von Wohngemeinschaften, Familien, Einzelpersonen, Aufheben der Isolierung (oder Stigmatisierung) von Singles oder Alleinerziehenden u. a. m. [Projektbeispiele]
Der Wohnung zugeordnete private Freiräume (Balkone, Terrassen, Gärten) mit unterschiedlichen Qualitäten Erholung, Kommunikation, Erleichterung der Kinderbeaufsichtigung, frühe Selbständigkeit von Kindern - Balkon/Terrasse in 2 Richtungen, eine intimere Ausrichtung und eine dem halböffentlichen Bereich zugewandte
- geräumiger Laubengang als zweiter Freibereich an unempfindlicheren Räumen (Küche, Essbereich)
- Direkter Zugang zum Garten auch von 1., evtl. 2. OG
[Projektbeispiele]
gut organisierte Nebenräume (WCs/Bäder, Abstellräume) z. B. Erleichterung von Pflegearbeit, Barrierefreiheit - Bäder mit ausreichend Bewegungsraum für mind. 2 Personen oder für Personen mit Behinderungen
- Bäder mit Fenstern
- Trennung von Bad und WC, insbesondere bei großen Wohnungen
[Projektbeispiele]
guter Schallschutz, auch innerhalb der Wohnung Privatheit für die einzelnen Haushaltsmitglieder, die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, Bewegungsfreitheit (besonders für Jugendliche) - Wohn- und Individualräume gut abtrennnbar
- Schallschleuse zwischen Wohn- und Individualbereich
- Attraktive Nutzflächen außerhalb der Wohnung, meist in Gemeinschaftsbereichen
[Projektbeispiele]


zum Textanfang zum Seitenanfang