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Dokumentation – Projekte nach Typ

Beginenhof Schwerte (Schützenstraße)

   
TypBeginen
StandortSchwerte
Projektierungsbeginn2000
Fertigstellung/Erstbezug2006
KontaktFörderverein Schwerter Beginenhof e. V.
SchwerpunkteSelbstinitiiertes generationenübergreifendes Projekt, integriert in ein traditionelles Bauvorhaben einer Alt-Genossenschaft
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinIrmtraud Ruder-Schnelle und Lore Seifert
EigentumGemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte (GWG)
ArchitekturDipl. Ing. Wolf-Eberhard Benthaus, Lünen
Projektentwicklung Birgit Pohlmann-Rohr, Entwicklung und Moderation von gemeinschaftlichen Wohnprojekten, Dortmund
weitere BeteiligteFörderverein Schwerter Beginenhof e. V. (Bewohnerinnenverein)
ProjektumfangZweites von bisher zwei Projekten des Schwerter Beginenhof e. V. Das Beginen-Projekt an der Schützenstraße ist Teil eines Modernisierungs- und Neubauprojektes der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), des „Werner-Steinem-Zentrums“.
WohnungenDer Gebäudeabschnitt für die Beginen (Südflügel) enthält 16 Wohnungen, davon zwölf Wohnungen mit 67 m² für allein stehende und vier Wohnungen mit 82 m² für allein erziehende Frauen.
GemeinschaftsflächenDer 47 m² große Gemeinschaftsraum ist vom Förderverein Beginenhof Schwerte e. V. angemietet. Für größere Veranstaltungen kann auch der Veranstaltungsraum des Zentrums (für maximal 100 Personen) genutzt werden. Auf jeder Etage gibt es einen Abstellraum für Rollatoren und Kinderwagen etc. Möglichkeiten zum Wäschetrocknen gibt es auf dem Dachboden, wo auch ein Trockner steht.
Kosten/MietenDie Miete für den Gemeinschaftsraum beträgt 5.60 € warm.
Finanzierung/FörderungBis auf eine Wohnung (wegen nachträglicher Umplanung frei finanziert) sind alle Wohnungen nach Typ A gefördert.
Nach Fertigstellung des Projekts mussten zwei der Wohnungen für Alleinerziehende an die GWG „zurückgegeben“ werden, da das Sozialamt sich weigerte, die Mieten für die vorgesehenen allein erziehenden Bewohnerinnen zu übernehmen. Diese beiden Wohnungen sind jetzt mit Familien belegt.
Die Bewohnerinnen des Projekts müssen, wie bei Genossenschaftswohnungen üblich, der Genossenschaft beitreten. Der Genossenschaftsbeitrag beträgt einmalig 600 €.
Die Kosten der Moderation der Projektentwicklung und -durchführung wurden aus Fördermitteln des Ministerium für Familie, Jugend, Frauen und Gesundheit des Landes NRW (Programm „Neue Wohnformen für alte und pflegebedürftige Menschen. Modellprojekte für gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Wohnen“) sowie aus Mitteln der Evangelischen Erwachsenenbildung und über die Kooperation mit der psychologischen Beratungsstelle der Ev. Kirche Schwerte (Supervision) finanziert.
ZielgruppenAllein lebende und allein erziehende Frauen mit ihren Kindern.
BewohnerInnenstrukturErstbezieherinnen sind 12 Frauen zwischen 29 und 81 Jahren und drei Kinder/Jugendliche zwischen 2½ und 18 Jahren.
ZielsetzungenGenerationenübergreifendes Wohnen von Frauen.
Balance zu halten zwischen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit und dem Leben in einer Gemeinschaft ist das Ziel der „neuen Beginen“. Die wachsende Zahl allein lebender, vor allem älterer Frauen nach Berufs- und Familienphase und die Schwierigkeit vieler Alleinerziehender, Kindererziehung, eigene Interessen und Berufstätigkeit zu verbinden, führen heute dazu, solche Lebens- und Wohnmodelle neu zu gründen. Von dem generationenübergreifenden Zusammenleben unter einem Dach erhoffen sich die jüngeren Unterstützung, die Älteren, dass sie „mitten im Leben“ bleiben.
PartizipationDie Einflussmöglichkeiten der Bewohnerinnen beschränkten sich auf wenige Ausstattungsvarianten: Die Bewohnerinnen konnten (gegen Kostenbeteiligung) z. B. eine Zwischenwand einziehen lassen und Glas- statt Holztüren wählen. Die Bodenbeläge mussten entsprechend dem GWG-Standard von den Mieterinnen finanziert werden. Hiervon ausgenommen wurden die Alleinerziehenden und die Gemeinschaftswohnung.
Dagegen hatten die Bewohnerinnen keinen Einfluss auf die Auswahl der Architekten, auch waren die (sehr konventionellen) Grundrisse vorgegeben.
Die Wohnungen werden von der Eigentümerin verwaltet, auf Seiten der Bewohnerinnen gibt es eine Ansprechpartnerin. Zwischen der Eigentümerin und dem Förderverein wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der dem Förderverein ein Vorschlagsrecht für die Belegung frei werdender Wohnungen einräumt. Die Bewohnerinnen müssen dem Förderverein betreten.
LageDieses Projekt liegt nahe zum Stadtzentrum und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Allwetterbad, allerdings an einer viel befahrenen Straße.
GebäudeDie Beginen sind im ruhigeren hofseitigen Flügel eines 4-geschossigen Gebäudes untergebracht, auf einem größeren Areal mit Wohngebäuden aus den sechziger Jahren, die ganz überwiegend abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden sollen. Die Wohnungen sind mit Laubengängen erschlossen und mit einem Aufzug zu erreichen. Sie haben natürlich belichtete Bäder und separate oder abtrennbare Küchen sowie Balkon/Terrasse. Die Einflussmöglichkeiten der Bewohnerinnen beschränkten sich auf wenige Ausstattungsvarianten: Es konnte (gegen Kostenbeteiligung) z. B. eine Zwischenwand eingezogen und Glas- statt Holztüren gewählt werden. Die Bodenbeläge mussten entsprechend dem GWG-Standard von den Mieterinnen finanziert werden. Hiervon ausgenommen wurden die Alleinerziehenden und die Gemeinschaftswohnung. Dagegen hatten die Bewohnerinnen keinen Einfluss auf die Auswahl der Architekten, auch waren die (sehr konventionellen Grundrisse vorgegeben. Die Wohnungen werden von der Genossenschaft verwaltet, auf Seiten der Bewohnerinnen gibt es eine Ansprechpartnerin. Außerdem wurde zwischen der Genossenschaft und dem Förderverein ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der dem Förderverein ein Vorschlagsrecht für die Belegung frei werdender Wohnungen einräumt. Die Bewohnerinnen müssen dem Förderverein betreten.
AussenanlagenDie Außenanlagen am Südflügel sind den Beginen vorbehalten.
ÖkologieHeizung zentral mit einer Holzpellet-Heizung, Regenwassernutzung für Gartenbewässerung
Chronik2000: Die Initiatorinnen lernen sich kennen
Ab 2001: Verschiedene Aktivitäten, um Interessentinnen/Mitstreiterinnen für die Projektidee zu gewinnen: Pressemitteilungen, Lila-Salon-Veranstaltungen, Internet, Mundpropaganda sowie spezielle Informationen für Alleinerziehende: Plakatierung in Kindergärten, Beratungs- und Gemeindezentren. Moderation der Projektentwicklung von einer in der Entwicklung von Wohnprojekten erfahrenen Architektin und Planerin
November 2001: Gründung des Fördervereins Schwerter Beginenhof e. V.
Nach der Vereinsgründung wurde die Suche nach einem Investor für ein Mietobjekt mit etwa 30 Wohnungen aufgenommen
2003: Nach mehreren Absagen werden zwei Investoren gefunden: ein Bauunternehmer aus Dortmund für das Projekt „am Elsebad“ und die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte für das Projekt „Schützenstrasse“
April 2003: Beginn der Planungen
Februar 2005: Baubeginn
2006: Fertigstellung
Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Alleinerziehende
  • Gemeinschaftliches Wohnen von Frauen mit gegenseitiger Unterstützung
  • Suche nach Grundstück/Investor durch die Initiatorinnen
  • Gemeinschaftliche Gestaltung und Pflege der Außenanlagen
  • Gemeinschaftliche Finanzierung und Verwaltung des Gemeinschaftsraums
  • Gemeinschaftsorientiertes/generationenübergreifendes Wohnen
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