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Weitere Projekte der Initiative

Dokumentation – Projekte nach Typ

Beginenhof Schwerte (Am Elsebad)

   
TypBeginen
StandortSchwerte
Projektierungsbeginn2000
Fertigstellung/Erstbezug2005
KontaktFörderverein Schwerter Beginenhof e. V.
SchwerpunkteSelbstinitiiertes altersgemischtes Projekt inmitten einer Ökosiedlung
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinIrmtraud Ruder-Schnelle und Lore Seifert
EigentumFirma Derwald, Dortmund
ArchitekturDipl. Ing. Thomas Pape, Firma Derwald
Projektentwicklung Birgit Pohlmann-Rohr, Entwicklung und Moderation von gemeinschaftlichen Wohnprojekten, Dortmund
weitere BeteiligteFörderverein Schwerter Beginenhof e. V. (Bewohnerinnenverein)
ProjektumfangErstes von bisher zwei Projekten des Schwerter Beginenhof e. V. Das Projekt wurde von einem privaten Investor auf einem 1.043 m² großen Grundstück errichtet.
Wohnungen13 Wohnungen, neun Wohnungen mit 51 bis 68 m² sind für allein stehende, vier Wohnungen mit 70 bis 80 m² für allein erziehende Frauen vorgesehen.
GemeinschaftsflächenEine vierzehnte Wohneinheit mit großer Terrasse wird als Gemeinschaftsraum genutzt und ist vom Förderverein angemietet. Im ersten Obergeschoss gibt es eine Waschküche mit Münztrockner, der vom Investor gestellt wurde.
Die 13 Auto-Stellplätze sind unweit am Siedlungsrand angeordnet, fünf davon unter Carports. Für Räder gibt es einen ebenerdig zugänglichen Stellplatz.
Kosten/MietenNettokaltmiete 4.30 € pro m² Wohnfläche, Nettokaltmiete des Gemeinschaftsraums 5.40 € pro m². Förderung/Förderung Alle Wohnungen wurden im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung des Landes NRW „Typ A“ gefördert, Die Gemeinschaftswohnung wurde im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung „Typ B“ gefördert. Die Kosten der Moderation der Projektentwicklung und -durchführung wurden aus Fördermitteln des Ministerium für Familie, Jugend, Frauen und Gesundheit des Landes NRW (Programm „Neue Wohnformen für alte und pflegebedürftige Menschen. Modellprojekte für gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Wohnen“) sowie aus Mitteln der Evangelischen Erwachsenenbildung und über die Kooperation mit der psychologischen Beratungsstelle der Ev. Kirche Schwerte (Supervision) finanziert.
ZielgruppenAllein lebende und allein erziehende Frauen mit ihren Kindern.
BewohnerInnenstrukturErstbezieherinnen des Projekts am Elsebad sind 13 Frauen zwischen 35 und 67 Jahren und fünf Kinder.
ZielsetzungenGenerationenübergreifendes Wohnen von Frauen.
Balance zu halten zwischen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit und dem Leben in einer Gemeinschaft ist das Ziel der „neuen Beginen“. Die wachsende Zahl allein lebender, vor allem älterer Frauen nach Berufs- und Familienphase und die Schwierigkeit vieler Alleinerziehender, Kindererziehung, eigene Interessen und Berufstätigkeit zu verbinden, führen heute dazu, solche Lebens- und Wohnmodelle neu zu gründen. Von dem generationenübergreifenden Zusammenleben unter einem Dach erhoffen sich die jüngeren Unterstützung, die Älteren, dass sie „mitten im Leben“ bleiben.
PartizipationDie Einflussmöglichkeiten der Bewohnerinnen beschränkten sich auf wenige Ausstattungsvarianten: Es konnte über die Bad-Fliesen entschieden und beim Bodenbelag zwischen Linoleum, Laminat, Parkett, Teppichboden oder Fliesen gewählt werden – Mehrkosten waren ggf. von den Mieterinnen zu tragen. Dagegen hatten die Bewohnerinnen keinen Einfluss auf die Auswahl der Architekten, auch waren die Grundrisse vorgegeben. Die Wohnungen werden von den Eigentümern verwaltet, auf Seiten der Bewohnerinnen gibt es eine Ansprechpartnerin. Aus Gründen der Kostenersparnis gibt es keinen Hausmeister. Zwischen dem Eigentümer und dem Förderverein wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der dem Förderverein ein Vorschlagsrecht für die Belegung frei werdender Wohnungen einräumt. Die Bewohnerinnen müssen dem Förderverein betreten.
LageDas Projekt liegt ca. 5 km vom Stadtzentrum entfernt. Das Zentrum ist durch Busverbindungen und die Nähe zum Ergster Bahnhof gut erreichbar. Einkaufsmöglichkeiten sind in 700 m fußläufig erreichbar. Inmitten einer neu errichteten „Ökosiedlung“, die ausschließlich aus von den EigentümerInnen selbst genutzten Reihenhäusern besteht, liegt das Grundstück des Beginen-Projekts direkt am „Dorfplatz“.
GebäudeVermutlich wegen des ungünstigen Zuschnitts des Grundstücks fanden sich für die zunächst geplanten Reihenhäuser keine KäuferInnen. Durch Umorientierung der Wohnungen (Verlegung des Eingangs nach „hinten“) konnte die Ausnutzung des Grundstücks aber optimiert werden. Das Gebäude ist eine zweigeschossige Eckbebauung mit Staffelgeschoss und hat einen Aufzug. In einem eingeschossigen Anbau mit viertelkreisförmigem Grundriss ist der Gemeinschaftsraum untergebracht. Zusammen mit dem Hauptgebäude bildet er einen geschützten Platz für eine gemeinschaftliche Terrasse. Die meisten Wohnungen haben offene, in den Wohnraum integrierte Pantryküchen, einige wenige Bäder sind natürlich belichtet, alle Wohnungen haben Balkon oder Terrasse.
AussenanlagenDie Gemeinschaftsterrasse in eine kleine Gartenanlage integriert.
ÖkologieRegenwassernutzung für Gartenbewässerung
Chronik2000: Die Initiatorinnen lernen sich kennen
Ab 2001: Verschiedene Aktivitäten, um Interessentinnen/Mitstreiterinnen für die Projektidee zu gewinnen: Pressemitteilungen, Lila-Salon-Veranstaltungen, Internet, Mundpropaganda sowie spezielle Informationen für Alleinerziehende: Plakatierung in Kindergärten, Beratungs- und Gemeindezentren. Moderation der Projektentwicklung von einer in der Entwicklung von Wohnprojekten erfahrenen Architektin und Planerin
November 2001: Gründung des Fördervereins Schwerter Beginenhof e. V.
Nach der Vereinsgründung wurde die Suche nach einem Investor für ein Mietobjekt mit etwa 30 Wohnungen aufgenommen
2003: Nach mehreren Absagen wird ein Bauunternehmer aus Dortmund als Investor gefunden.
Juli 2003: Beginn der Planungen. Für die Bebauung des ausgewählten Grundstücks in der Ökosiedlung mit einem Mehrfamilienhaus musste der Bebauungsplan geändert werden.
September 2004: Baubeginn
Juli 2005: Fertigstellung
Entwicklungen seit Erstbezug Ein weiteres Projekt wurde gebaut.
Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Alleinerziehende
  • Gemeinschaftliches Wohnen von Frauen mit gegenseitiger Unterstützung
  • Suche nach Grundstück/Investor durch die Initiatorinnen
  • Gemeinschaftliche Gestaltung und Pflege der Außenanlagen
  • Gemeinschaftliche Finanzierung und Verwaltung des Gemeinschaftsraums
  • Gemeinschaftsorientiertes/generationenübergreifendes Wohnen
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