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Dokumentation – Projekte nach Typ

RuT-Frauen-/Lesbenwohnprojekt (geplant)

   
TypAutonome Frauenwohnprojekte
StandortBerlin
Projektierungsbeginn2007
Fertigstellung/ErstbezugTermin noch offen
KontaktJutta Brambach
radundtatberlin[at]arcor.de
SchwerpunkteMietwohnungsneubau einer neugegründeten gemeinnützigen GmbH für frauenliebende Frauen (nicht nur) im Alter mit einer Pflege-WG
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinRuT-Rad und Tat - Offene Initiative lesbischer Frauen e.V., Beratungs- und Kulturzentrum für Frauen
EigentumGemeinnützige GmbH "RuT-Rad und Tat gGmbH", Tochter des gemeinnützigen Vereins RuT-Rad und Tat -Offene Initiative lesbischer Frauen e.V.
Projektentwicklung Projektberatung durch das Architekturbüro Mohr und Winterer
weitere BeteiligteDie Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin unterstützt mit dem Projekt "Leben und Wohnen im Alter - Stärkung der Infrastruktur für frauenliebende Frauen im Alter zur Gestaltung von Wohnen und Leben im Alter" den Aufbau des Wohnprojektes mit einer Teilzeitpersonalstelle. Die Gründung der gGmbH wird unterstützt von der Trias-Stiftung und der Sappho-Stiftung.
WohnungenCa. 40 Wohnungen für 50 Frauen sowie eine Pflege-WG mit 8 Plätzen
GemeinschaftsflächenEin soziales und kulturelles generationenübergreifendes Zentrum für Frauen.
Veranstaltungsraum, Gruppenraum und Büro (voraussichtlich)
Kosten/MietenGemeinschaftliches Wohnen bedeutet nicht automatisch: billig wohnen. Die zentrale Motivation, in das Wohnprojekt einzuziehen, sollte das Interesse am gemeinschaftlichen Wohnen und Leben mit anderen Frauen sein.
Finanzierung/FörderungDas Projekt bemüht sich um Darlehen von Unterstützerinnen, um Spenden und um Drittmittel.
ZielgruppenFrauenliebende Frauen unterschiedlichen Alters, mit und ohne Behinderung, mit Kindern oder ohne, Frauen unterschiedlicher Kulturen, Frauen mit viel und mit wenigen finanziellen Mitteln.Von den Bewohnerinnen wird Engagement und Interesse in Bezug auf das gemeinschaftliche Wohnen und die Bereitschaft, an Supervision und Konfliktlösung (Mediation) teilzunehmen, erwartet Die Pflege-WG ist für die Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Frauen, die in ihrer Wohnung nicht mehr ausreichend versorgt werden können und von Frauen, die an Demenz erkrankt sind geplant.
BewohnerInnenstrukturZurzeit sind Frauen ab Mitte 30 bis 80 Jahre als Interessentinnen dabei.
ZielsetzungenDas Wohnprojekt richtet sich an frauenliebende Frauen, die den Wunsch haben, gemeinsam mit anderen Lesben in einem Haus zu leben, die das Älterwerden und das Alter lustvoll gestalten möchten.
Grundidee ist es, diskriminierungsfreien Wohn- und Lebensraum für frauenliebende Frauen im Alter zu schaffen:
  • die nach Alternativen suchen zum Alleinleben und zu Seniorenheimen
  • die ihr Alter gemeinschaftlich gestalten möchten
  • wo sie offen zu ihrer Lebensweise stehen können und sich nicht erklären müssen
  • in dem sie sicher vor Diskriminierung sein können
  • die Kontakte zu anderen frauenliebenden Frauen beibehalten möchten, auch wenn sie vielleicht nicht mehr so gut "zu Fuß" sind
  • die Lust darauf haben, gemeinsam mit anderen Frauen/Lesben in einem Haus zu leben und Lust haben, gemeinschaftliches Wohnen und Leben mit Frauen aktiv mitzugestalten
  • die das Älterwerden und das Alter lustvoll gestalten wollen
  • denen das "Wir" neben dem "Ich" von Bedeutung ist
Das Frauenwohnprojekt wird Teil eines kulturellen und sozialen Zentrums für Frauen sein. Das Zentrum wird über das gemeinschaftliche Wohnen hinaus ein Ort lebendiger Begegnung von Frauen/Lesben sein mit Kultur- und Freizeitveranstaltungen, vielen Aktivitäten z.B. zur Gesundheitsprävention.
Das RuT wird Kultur- und Freizeitveranstaltungen in dem Haus anbieten, ebenso wie Beratung und themenzentrierte Workshops. Unser Bestreben ist es, die Angebote generationenübergreifend zu gestalten und eine offene Kultur der Vielfältigkeit in dem Frauenwohnprojekt zu etablieren. Das RuT-Frauenwohnprojekt soll ein Ort lebendiger Begegnung von unterschiedlichsten Frauen sein.
Die Pflege-WG soll 8 Plätze bieten mit einem eigenen Zimmer für jede Frau, einem gemeinsamen Küchen- und Wohnbereich,  betreut durch einen lesbenfreundlichen Pflegedienst. So können die Bewohnerinnen der Pflege-WG in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben. Der Kontakt zu den anderen Bewohnerinnen, zu Freundinnen oder der Partnerin bleibt erhalten.
Ergänzt durch das mobile Angebot des ehrenamtlichen Besuchsdienstes "Zeit für Dich", der seit 2005 erfolgreich arbeitet, planen wir eine umfassende Versorgung für frauenliebende Frauen im Alter.
PartizipationGeplant ist der Aufbau einer Bewohnerinnengruppe zum Kennenlernen, Wünsche, Ideen einbringen, Planung des gemeinschaftlichen Wohnens, Entwicklung von Interessengruppen, zum Beispiel Kulturgruppe, Freizeitgruppe, Gartenplanung, Streitschlichterinnen, Haus-Chor.
LageEs wird ein möglichst zentraler und verkehrsgünstiger Standort im Stadtbereich Berlin angestrebt
GebäudeDie Ausstattung der Wohnungen und des gesamten Hauses (Gemeinschaftsräume, Diensträume, Flure, etc.) ist barrierefrei geplant. Damit soll auch eine ambulante Versorgung im Falle von Pflegebedürftigkeit möglich sein. Alle Wohnungen sind mit einem Balkon, einer Küche und Bad geplant. Die Pflege-WG soll im Erdgeschoss mit Öffnung zum Garten und auf einer Ebene mit dem Veranstaltungsraum sein.
ÖkologieGeplant ist ein Niedrigenergie- bzw. Passivhaus sowohl aus ökologischen Gründen als auch um die Mietnebenkosten niedrig zu halten.
Chronik2007 Treffpunkt Wohnen für Lesben im Alter mit insgesdamt 9 Veranstaltungen zu den Themen „Wünsche und Ideen“, Visionen gemeinschaftlichen Wohnens“ , „erste Schritte für ein Konzept“ sowei Vortragsveranstaltungen mit Expertinnen, um von deren Erfahrungen in bestehenden Frauenwohnprojekten zu lernen.
Seit 2009 Informationsveranstaltungen für interessierte Frauen
2009 – 2010 Vorstellung des geplanten Projekts bei der Tagung „Lesben im Alter“ und beim „Lesbenfrühlingstreffen“.
2010 Grundstücksbegehung eines ins Auge gefassten Grundstücks mit Interessentinnen
2011: Aufbau einer Bewohnerinnengruppe
Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Frauenraum in Frauenhand
  • aktives Gemeinschaftsleben
  • Vielfalt
  • Verbindung zur Lesben/FrauenCommunity
  • Barrierefreiheit im gesamten Haus
  • Ökologisches/nachhaltiges Bauen
  • bezahlbarer Wohnraum
  • lesbenrespektierende Pflege (im Projekt)
  • Wohnen im Projekt bis zum Lebensende
  • Einbeziehen des Besuchsdienstes für frauenliebende Frauen
  • Gute Infrastruktur (ÖPNV, Einkaufen, "Szene")
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