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Quellen und Anmerkungen

Leitfaden - Förderung

Förderungen des Bundes

Trotz der primären Zuständigkeit der Bundesländer für den Wohnungssektor fördert auch der Bund die Verbesserung der Wohnverhältnisse auf unterschiedliche Weise. Im Wesentlichen handelt es sich um

  • die Wohnungsbau-, Modernisierungs- und Energieeinsparförderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • die Städtebauförderung einschließlich der Programme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost/West“ und der „Experimentelle Wohnungs- und Städtebau“
  • das Wohngeld sowie
  • die Einbeziehung der Wohneigentumsbildung in die „Risterrente“. [f_25].

Bitte wählen Sie ein Thema:

  • Förderungsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank)
  • Programme der Städtebauförderung sowie des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus
  • Das Wohngeld

    Mit dem bereits im Jahr 1965 eingeführten Wohngeld sollen Haushalte unterstützt werden, die die Kosten ihrer Wohnung nicht aus eigener Kraft tragen können. Wohngeld kann prinzipiell sowohl von Mieterinnen als auch von Eigentümerinnen beantragt werden, allerdings sind die Einkommensgrenzen für den Bezug von Wohngeld so gering, dass Eigentümerinnen nur dann in die Lage kommen, Wohngeld (als Lastenzuschuss) zu erhalten, wenn sie nach der Eigentumsbildung eine deutliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erfahren haben, ihr Wohnungseigentum also in Zeiten eines deutlich höheren Einkommens erworben haben. Deshalb sind nur 11 % der BezieherInnen von Wohngeld EigentümerInnen.

    Das Wohngeld ist seit dem 1.1.2005 in seiner Bedeutung stark zurückgegangen, da mit dem in Kraft treten der sogenannten Harz-IV-Gesetze BezieherInnen von Sozialhilfe und von Arbeitslosengeld II kein Wohngeld mehr bekommen (was ihre finanzielle Situation allerdings insofern nicht beeinflusst, als die Wohngeldzahlungen vor der Gesetzesänderung mit den Zahlungen der Kommune für die Wohnkosten, auf die Sozialhilfeempfängerinnen und Arbeitslosengeld II Anspruch haben, verrechnet wurden).

    Wie eng der Einkommensbereich zwischen Sozialhilfe bzw. Harz IV und den Einkommensgrenzen des Wohngeldgesetzes ist, zeigt die Tatsache, dass nach der Reform nur 2 % aller Haushalte in Deutschland Wohngeld beziehen. Zwar wird von den Wohlfahrtsverbänden regelmäßig geschätzt, dass knapp die Hälfte aller Berechtigten aus Scham oder Unkenntnis kein Wohngeld beantragen, doch wäre auch eine Berechtigtenzahl von 4 % der Haushalte nicht gerade hoch. Neben den weit unterhalb der Einkommensgrenzen des Sozialen Wohnungsbaus liegenden Einkommensgrenzen des Wohngelds spielt für die geringe Zahl der Berechtigten auch die Beschränkung der anrechenbaren Miete auf eine Höchstgrenze eine Rolle. Diese war bisher nicht nur von der Haushaltsgröße und dem Mietniveau der jeweiligen Gemeinde, sondern auch vom Baualter des Gebäudes und der Ausstattung der Wohnung abhängig. Da diese Höchstmieten nur sehr unregelmäßig angepasst werden, gab es Jahre, in denen bei mehr als 70 % aller WohngeldempfängerInnen die tatsächliche Miete über der Höchstmiete lag. Das bedeutet, dass Haushalte aus dem Wohngeldbezug fallen, wenn zwar ihre tatsächliche Miete zu hoch ist, die anrechenbare Miete jedoch innerhalb der Grenzen liegt, die im Wohngeldgesetz für das jeweilige Einkommen als tragbar gelten [f_27].

    Für Bewohnerinnen von Frauenwohnprojekten mit geringem Einkommen kann das Wohngeld trotz dieser Beschränkungen insbesondere nach der Novellierung des Wohngeldgesetzes zum 1.1.2009, bei der das Wohngeld und die Höchstmieten deutlich erhöht und erstmalig auch ein Pauschbetrag für die Heizkosten einbezogen wurde, eine Hilfe bieten. Das gilt auch, wenn die Wohnung bereits im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung gefördert wurde. Zur Antragstellung und zur Berechnung des Wohngelds gibt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung regelmäßig eine aktualisierte Broschüre heraus, die auch in das Internet eingestellt wird [l_10]


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