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Quellen und Anmerkungen

Leitfaden - Förderung

Förderungen des Bundes

Trotz der primären Zuständigkeit der Bundesländer für den Wohnungssektor fördert auch der Bund die Verbesserung der Wohnverhältnisse auf unterschiedliche Weise. Im Wesentlichen handelt es sich um

  • die Wohnungsbau-, Modernisierungs- und Energieeinsparförderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • die Städtebauförderung einschließlich der Programme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost/West“ und der „Experimentelle Wohnungs- und Städtebau“
  • das Wohngeld sowie
  • die Einbeziehung der Wohneigentumsbildung in die „Risterrente“. [f_25].

Bitte wählen Sie ein Thema:

  • Förderungsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank)
  • Programme der Städtebauförderung sowie des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus

    Die Städtebauförderung wird auch nach der Föderalismusreform als Bund-Länderprogramm fortgeführt. Für Frauenwohnprojekte kann vor allem das zur Städtebauförderung gehörende Programm „Soziale Stadt“ interessant sein, sofern das Projekt in einem der derzeit über 400 „Programmgebiete“ realisiert werden soll. Die Programmgebiete sind abgegrenzte Gebiete innerhalb einer Gemeinde und werden von Jahr zu Jahr neu festgelegt, wobei Gebiete in der Regel mehrere Jahre im Programm bleiben. Für die jeweiligen Gebiete werden von den Antrag stellenden Gemeinden sogenannte „integrierte Handlungskonzepte“ aufgestellt, in denen unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnverhältnisse und zur Verbesserung des Zusammenlebens unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen im Quartier entwickelt werden können. Zu solchen Maßnahmen können u. U. auch Frauenwohnprojekte beitragen, z. B. wenn Migrantinnen beteiligt sind. Denkbar ist insbesondere eine Unterstützung bei der Initiierung und Entwicklung des Projekts, da in vielen Programmgebieten ein „Quartiersmanagement“ besteht, das unter Umständen hier unterstützend wirken kann. Das Projekt O.L.G.A. Oldies leben gemeinsam aktiv in Nürnberg wurde in einem Programmgebiet der Sozialen Stadt realisiert, doch verzichteten die Projektfrauen auf eine Förderung, die im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus erfolgt wäre, weil ihrer Meinung nach die Einschränkungen bezüglich Belegung und Wohnungsgrößen nicht mit der Idee der Selbstbestimmung in Einklang zu bringen sind. In vielen Bundesländern (z. B. im Saarland) haben Projekte in Programmgebieten der Sozialen Stadt bei der Sozialen Wohnraumförderung einen Fördervorrang, was die Chancen auf Förderung (nicht aber die Förderung selbst) erhöht [f_26] [_l35].

    Ausschließlich von der Bundesregierung finanziert wird das Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des Bundes. Im Kern handelt es sich um ein praxisorientiertes Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), das vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) betreut wird und in dem versucht wird, für wichtige Problemfelder des Wohnens und des Städtebaus durch wissenschaftlich begleitete Modellprojekte neue Lösungen zu entwickeln. In den Jahren 2005 bis 2006 wurde unter anderem das Forschungsfeld „Modelle genossenschaftlichen Wohnens – Erschließen von Genossenschaftspotenzialen“ gefördert, in das auch zwei Frauenwohnprojekte einbezogen waren. Als Modellprojekt einbezogen wurde zum einen das Wohnprojekt der neuen Wohnungsgenossenschaft FrauenWohnen eG in München sowie ein Projekt „NRW-Beginenhöfe – Ein Dach für viele Beginenhöfe“. Allerdings war mit der Einbeziehung der Projekte keine finanzielle Förderung der Projekte selbst verbunden, finanziert wurde vielmehr die Erarbeitung eines Berichts über die Projekte bzw. die Entwicklung der Projektidee. Der Vorteil der Einbeziehung für die Projekte lag deshalb im Wesentlichen im fachlichen Austausch mit der wissenschaftlichen Projektbegleitung bzw. -bearbeitung.

    Das Forschungsfeld „Modelle genossenschaftlichen Wohnens“ ist inzwischen abgeschlossen, doch werden immer wieder neue Forschungsfelder ausgeschrieben. Die aktuellen Forschungsfelder des ExWost-Programms sind auf der Website des BBR [l_32] zu erfahren.

    Ausgeschrieben werden aber auch Wettbewerbe und Preise, so z. B. im Frühjahr 2008 der „Genossenschaftspreis Wohnen“, bei dem unter dem Motto „Wohnungsgenossenschaften – gemeinsam, modern und nachhaltig“ „erfolgreiche unternehmerische Strategien und Lösungsansätze, mit denen sich Wohnungsgenossenschaften den Herausforderungen der Wohnungsmarkt- und Stadtentwicklung stellen“ ausgezeichnet werden sollen [l_33]. Auch hier könnten sich genossenschaftlich organisierte Frauenwohnprojekte bewerben. Möglicherweise werden auch in Zukunft Forschungsfelder oder Wettbewerbe ausgeschrieben, die für Frauenwohnprojekte relevant sind. Ein gelegentlicher Blick in die Homepage des BBR, Abschnitt ExWoSt, lohnt sich also.


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  • Das Wohngeld

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