Navigation überspringen
homeimpressum/kontaktdrucksitemapverzeichnisse

Weitere Informationen

Suchergebnisse/Projekte

AMANDA – Selbstbestimmtes Wohnen alleinerziehender Frauen e. V.

   
TypAutonome Frauenwohnprojekte
StandortRostock
Projektierungsbeginn1991
Fertigstellung/Erstbezug1995
SchwerpunkteProjekt eines Vereins im Dachverband „Rostocker Fraueninitiativen e. V.“
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinArbeitsgruppe „Alleinerziehende und Wohnen in Rostock“ bzw. der daraus entstandene Verein „AMANDA e. V. – Selbstbestimmtes Wohnen alleinerziehender Frauen“Eigentümer „AMANDA – Selbstbestimmtes Wohnen alleinerziehender Frauen e. V.“
ArchitekturMonika Hellwig, Rostock
Projektumfang
WohnungenAltbausanierung, teilweise im Rahmen des Sozialen Mietwohnungsbaus. Das Gebäude hat eine Gesamtwohnfläche von 312 m², aufgeteilt in fünf Wohneinheiten: Eine Einraumwohnung mit 33 m² sowie vier Wohnungen für Alleinerziehende mit 58 m² bis 80 m².
GemeinschaftsflächenEin gemeinschaftliches Gästezimmer, ein Musikraum, ein Spielzimmer, eine Waschküche und ein gemeinsamer Abstellraum.
Kosten/MietenGesamtkosten: 648.000 DM, davon 100.000 DM für den Erwerb des Gebäudes. Die Kosten der Sanierung/Modernisierung betrugen ohne Nebenkosten 1.500 DM pro m² Wohnfläche. Anfangsmiete (1995): 9 DM pro m² Wohnfläche (Nettokaltmiete).
Finanzierung/FörderungDas Gebäude wurde über das Investitionsvorrangverfahren an den Verein übertragen.
Drei der Wohnungen wurden über den 3. Förderungsweg gefördert, für zwei Wohnungen erhielt der Verein ein Modernisierungsdarlehen. Die Sozialwohnungsbaumittel setzten sich zusammen aus Landesdarlehen, Kommunaldarlehen, Modernisierungsdarlehen.
Die Förderung aller Wohnungen im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus scheiterte zum einen an den damit verbundenen Grundrissvorgaben, die nach Ansicht des Vereins die Lebenssituation einer Alleinerziehenden mit Kind nicht angemessen berücksichtigen, zum anderen an dem mit der kommunalen Förderung verbundenen Belegungsrecht.
Eigenkapital und Eigenleistungen erbrachten ca. 18 % der Gesamtkosten.
ZielgruppenAlleinerziehende Frauen und ihre Kinder.
ZielsetzungenZiel des Projektes ist die Unterstützung einer selbstbestimmten Lebensführung allein erziehender Frauen durch neue Wohnformen und Trägerschaftsmodelle unter Einbeziehung der Vorzüge gruppenorientierten Wohnens und der Bedürfnisse allein erziehender Frauen. Durch das gemeinsame Wohnen in einem innenstadtnahen Gebäude sollen Beruf, Haushalt und Kindererziehung besser miteinander vereinbart werden können. Das Projekt soll der Sicherung von preiswertem Wohnraum dienen.
Der Verein AMANDA e. V. gehört zum Dachverband „Rostocker Fraueninitiativen e. V.“, in dem seit 1993 die im „Kultur- Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und Mädchen in Rostock – Beginenhof“ angesiedelten 16 Projekte zusammen geschlossen sind. Der Verein AMANDA hat zur weiteren Unterstützung einer selbstbestimmten Lebensführung Alleinerziehender eine dauerhafte Wohnberatungs- und Anlaufstelle für Frauen und Familien im Beginenhof eingerichtet. Es gibt allerdings keine Wohnungen im Beginenhof.
PartizipationPlanung und Sanierung erfolgten in enger Zusammenarbeit der zukünftigen Bewohnerinnen und der Architektin. Die Wohnungsgrundrisse wurden nach den Wünschen der Nutzerinnen entwickelt. Die Nutzerinnen erbrachten in erheblichem Umfang Eigenleistungen.
Architektur/Städtebau
LageDas Projektgebäude befindet sich in innenstadtnaher und verkehrsgünstiger Lage im Zentrum von Rostock in einer verkehrsberuhigten Querstraße.
GebäudeEin 3-geschossiger sanierter Altbau. Alle Wohnungen haben ein großes Kinderzimmer und keine Durchgangszimmer. Die Planungen wurden durch die in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Richtlinien erschwert, da diese die besonderen Wohnanforderungen von Alleinerziehenden mit einem Kind (Notwendigkeit von zwei Individualräumen) nicht berücksichtigen. Das führte bei zwei Wohnungen letztlich zum Verzicht auf die (im Vergleich zur Modernisierungsförderung deutlich höhere) Sozialwohnungsbauförderung. Außenanlage Die begrünte Hoffläche ist für Spiel und Erholung nutzbar.
ÖkologieAuf den Einsatz ökologischer Materialien wurde beim Bauen Wert gelegt.
Chronik1991: Zusammenschluss allein erziehender Frauen
1992: Vereinsgründung: „AMANDA – selbstbestimmtes Wohnen alleinerziehender Frauen e. V.“
1994: Beginn der Sanierung
1995: Fertigstellung
Entwicklungen seit Erstbezug Die meisten Bewohnerinnen wohnen (ohne ihre inzwischen erwachsenen Kinder) immer noch in dem Projekt.
Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Schaffung der Voraussetzungen zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung
  • Sicherheit durch Einbindung in ein Netzwerk von Frauenprojekten/-initiativen
  • partizipative Planung durch eine Architektin
  • Sicherung langfristiger, ausschließlich kostendeckender Mieten
  • möglichst große Kinderzimmer
  • ein eigener Wohnraum für die Mutter
  • relativ gleichwertige Räume
  • ausreichende Abstellflächen
  • Einrichtung gemeinschaftlich nutzbarer Räume
  • Alltagserleichterung durch kurze Wege zwischen Wohnen und Kita
  • guter Zugang zu sozialer und kultureller Infrastruktur
  • günstige Nahverkehrsanbindungen
zum Seitenafang zum Seitenfang