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Beginenhof Gelsenkirchen (in Planung)

   
TypBeginen
StandortGelsenkirchen
ProjektierungsbeginnAugust 2007
   
   
Projektbeteiligte 
InitiatorinBeginenhof Gelsenkirchen e.V.
Projektentwicklung Martina Buhl, Rheda-Wiedenbrück (Projektentwicklung und Moderation)
ProjektumfangEin ursprünglich geplantes Projekt ist bisher nicht zustande gekommen, da der Investor seine Zusage zurückgezogen hat.
Wohnungen 
 
ZielgruppenFrauen aller Altersgruppen mit und ohne Kinder, die nach einer Alternative zu traditionellen Wohn- und Lebensformen suchen, im sozialen Für- und Miteinander neue Perspektiven für sich sehen, die vielfältigen Qualifikationen und Kompetenzen von Frauen wertschätzen und zur wechselseitigen Bereicherung sowie gemeinsame Ressourcen zur finanziellen Entlastung aller Frauen nutzen wollen. Gut die Hälfte der Wohnungen ist belegt. Für den Rest werden noch interessierte Frauen gesucht.
ZielsetzungenDer Verein Beginenhof Gelsenkirchen e.V.  hat das Ziel, ein gemeinschaftsorientiertes generationsübergreifendes Wohnprojekt für Frauen als Alternative zu den herkömmlichen Wohn- und Lebensformen zu realisieren.
Hier wollen Frauen aus unterschiedlichen Generationen, Lebenssituationen und Einkommensverhältnissen unter einem selbst gewählten Dach selbst bestimmt zusammen wohnen, leben und wirken und eine neue Kultur von Gemeinschaft entwickeln.
Die aktuelle Stadt- und Wohnraumplanung orientiert sich noch immer weitestgehend an der so genannten Normalfamilie und neuerdings auch an Institutionen zum Betreuten Wohnen und geht damit meist an den Bedürfnissen allein lebender und allein erziehender Frauen vorbei. Die Einbindung dieses Frauenwohnprojekts in die allgemeine Planung und Konzeption der Stadtentwicklung führt zu angemessener zukunftsorientierter Bauplanung für Alleinlebende mit und ohne Kinder. Noch immer verfügen insbesondere Frauen nur über recht niedrige Einkommen (z.B. Teilzeitbeschäftigungen, Rente, Arbeitslosengeld II, etc.) verfügen können. Damit sie nach Neigung und Interessen zusammen leben können, muss entsprechend finanzierbarer Wohnraum entstehen.
Ziel des gemeinsamen Wohnens ist, eine Gemeinschaft zu initiieren, die es ermöglicht, durch Synergien den Alltag zu erleichtern, was durch die bauliche Infrastruktur gefördert werden soll.
Veranstaltungen mit den umliegenden BewohnerInnengruppen, Einladungen zu Sonntagsbrunch und Nachmittagscafé, Kurse und Seminare, speziell auf dem künstlerischen und kulturellen Sektor und gemeinsames Wirken ins Quartier sollen hier einen lebendigen Begegnungsort schaffen, bzw. erhalten.
Partizipation

Die Gruppe der Beginen Gelsenkirchen trifft sich seit 3,5  Jahren. Regelmäßige Treffen, Workshops, Exkursionen zu anderen Beginenprojekten, Teilnahme an den Vernetzungsreffen des Dachverbandes der Beginen und öffentliche Informationsveranstaltungen haben insgesamt ca. 100 Frauen angezogen. 20 Frauen bilden den harten Kern der Gruppe, welche das Projekt in Ückendorf vorantreibt und sich intensiv mit der Gemeinschaftsbildung befasst. Ein Mal im Monat laden die Beginen zu einem öffentlichen Gruppentreffen ein, bei dem sich Frauen über das Projekt und die Idee informieren können.

Das Projekt setzt auf eine aktive gleichberechtigte Mitarbeit der zukünftigen Bewohnerinnen. Neben dem neuen individuellen Lebensentwurf soll ein gemeinsamer Entwurf für eine gelebte Gemeinschaft entstehen. Jede Frau kann sich hier gemäß ihren Möglichkeiten und Neigungen in den Prozess einbringen. So werden die zukünftigen Bewohnerinnen an der Wahl der Gestaltung des architektonischen und des sozialen Konzeptes intensiv beteiligt. Diese aktive Einbindung in den Planungsprozess auf unterschiedlichen Ebenen soll zu einer hohen Identifikation der zukünftigen Bewohnerinnen mit dem Wohnprojekt und mit der damit verbundenen sozialpolitischen Idee führen.

Architektur/Städtebau
ChronikSeit ca. 2006: Treffen der Initiatorinnen.
05. November 2010: Vereinsgründung „Beginenhof Gelsenkirchen e.V.“
Angebot eines Grundstücks in Gelsenkirchen-Ükendorf durch die evangelische Kirche. Auf dem Grundstück waren ein inzwischen geschlossener Kindergarten sowie eine kleine Kirche.
Die GSWG erklärt sich bereit, das Grundstück zu bebauen (37 Mietwohnungen). Ein Investor wird gefunden.

Oktober 2012: Rückzug des Investors

Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt
  • Einbinden der einzelnen Frauen in eine lebendige Gemeinschaft nach dem Prinzip der Wahlfamilie und somit Vermeidung von Isolation.
  • Erhalten der Selbständigkeit und der Eigeninitiative bis ins hohe Alter und Vermeidung des frühen Einsetzens von Pflege durch gegenseitige Unterstützung der Bewohnerinnen.
  • Soziales Unterstützungssystem für allein erziehende Mütter. Möglichkeit der frühzeitigen Wiederaufnahme ihrer Berufstätigkeit und Vermeidung langfristiger Abhängigkeit von staatlichen Unterstützungssystemen (Hartz IV).
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Einkommensgruppen.
  • Gemeinwesenorientierte Arbeit für das gesamte Quartier, speziell aber für SeniorInnen, Menschen mit Behinderungen, Kinder und Frauen im Stadtteil, z.B. durch ein Stadtteilcafé, Kurs- und Seminarangebote, offene Werkstätten, Quartierstreffen.
  • Kulturelle, kreative und gesundheitsfördernde gemeinsame Aktionen für alle Altersgruppen – intern und extern.
  • Hohe Identifikation mit dem Projekt und dadurch schonender Umgang mit der Immobilie, dem Umfeld, der Natur und den eingesetzten Ressourcen.
  • MultipikatorInnenarbeit zum Thema gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte und der Renaissance des Beginenwesens.
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