Wohnhaus für Schwangere und junge Alleinerziehende

Projekttyp:

Wohnprojekte für Alleinerziehende

Standort:

Steinfurt

Projektierungsbeginn:

Nicht bekannt

Fertigstellung/ Erstbezug

1995

Schwerpunkte:

Projekt mit Betreuungs- und Qualifizierungsangeboten zur Integration und Stabilisierung Alleinerziehender und Frauen in Krisensituationen

Vier Wohnungen mit verbindenden Kommunikationsflächen (Quelle: Bundesforschungsanstalt, )
Projektbeteiligte:
Eigentum:

Caritasverband für das Dekanat Steinfurt e. V.

Forschungsprojekt:

Prof. Dr. Martha Fehlker, Elisabeth Hielscher, Kath. Fachhochschule NW, Abt. Münster

Umfang:
Wohnungen:

Mietwohnungsneubau mit 10 Apartments mit einer Wohnungsgröße von ca. 42 m².

Gemeinschaftsflächen:

Ein Gemeinschaftsraum.

Kosten/Mieten:
Finanzierung:

Frei finanziert

Ziele/Motivation:
Zielgruppen:

Allein erziehende Frauen in Krisensituationen und allein erziehende Frauen, die von akuter Wohnungsnot bedroht sind.

Zielsetzungen:

Das Projekt soll zum einen das selbstbestimmte Wohnen Alleinerziehender unterstützen und zum anderen die Integration Alleinerziehender in den kleinstädtischen Alltag fördern. Der vermuteten Stigmatisierung der Alleinerziehenden soll durch eine hohe architektonische Qualität, die sich eng an die ortsübliche Bauweise anpasst (z. B. Verklinkerung) begegnet werden.

Die Lebenslage der Alleinerziehenden soll durch Betreuungs- und berufliche Qualifizierungsangebote stabilisiert und konsolidiert werden. Die angebotene Beratung ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht und soll zur Selbstständigkeit der Bewohnerinnen führen.

Architektur/Städtebau:
Partizipation:

Eine Beteiligung der zukünftigen Bewohnerinnen fand nicht statt.

Lage:

Das Wohnhaus liegt in unmittelbarer Zentrumslage auf dem Gelände der örtlichen katholischen Pfarrei am Ende einer Fußgängerzone des Stadtteils Borghorst mit 18.000 EinwohnerInnen.

Die Apartments bestehen aus einem Allraum (Kochen, Essen, Wohnen) und zwei kleineren Räumen, wobei ein Raum ein Durchgangszimmer ist. Alle Apartments haben einen Zugang zu einem Gemeinschaftsbalkon.

Gebäude:

Die Außenanlagen und Spielflächen für die Kinder wurden, entgegen der ursprünglichen Konzeption, die durch öffentliche Zugänglichkeit die Integration des Projekts in die Wohnumgebung fördern wollte, zu privaten Flächen umdefiniert, um auch hier dem bei einem „normalen“ Einfamilienhaus Üblichen zu entsprechen.

Chronik

1995: Fertigstellung

Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt

• Zugang zu (kostengünstigem) Wohnraum für Frauen mit geringem Einkommen

• Hilfe- und Unterstützungssystem als Hilfe zur Selbsthilfe

• Küche und Wohnraum in enger Beziehung

• mit Einschränkung (Durchgangsraum) eigener Raum für die Mutter

• belichtete Bäder

• kommunikationsfreundliche Gestaltung der Verkehrsflächen im Haus

• Gemeinschaftsraum für alle Bewohnerinnen

• Nähe zu Infrastruktureinrichtungen

Quellen:

BfLR (Hg) (1996): ExWost-Informationen zum Forschungsfeld „Wohnsituation Alleinerziehender“ Nr. 11.3, Januar 1996, Bonn. S. 18-19

BfLR (Hg) (1996): Wohnsituation Alleinerziehender III. Ergebnisse des Forschungsfeldes „Wohnsituation Alleinerziehender und alleinstehender Schwangerer in Notlagen“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus. Bonn. S. 34-35