Wohnungsprojekt für junge Familien und Alleinerziehende

Projekttyp:

Wohnprojekte für Alleinerziehende

Standort:

Garbsen

Projektierungsbeginn:

Nicht bekannt

Fertigstellung/ Erstbezug

1994

Kontakt:
Schwerpunkte:

Projekt für Alleinerziehende und Familien in Notlagen mit (erhoffter) Multiplikatorwirkung

Wohnungsvarianten (Quelle: Wohnungsbaugesellschaft Seelze)
Projektbeteiligte:
Initiatorin:

„Familie in Not“, Stiftung des Landes Niedersachsen

Eigentum:

HZ Hausbaugesellschaft mbH, Seelze

Kooperation:

Stadt Garbsen, Landkreis Hannover, örtliche Wohlfahrtsverbände

Umfang:
Wohnungen:

Sozialer Mietwohnungsneubau – gebaut wurden 15 Wohneinheiten mit zwei bis fünf Zimmern und 45 m² bis 108 m², davon eine Wohneinheit behindertengerecht.

Gemeinschaftsflächen:

Im Erdgeschoss wurde eine Kita eingerichtet.

Kosten/Mieten:

Gesamtkosten: 4,8 Mio DM.

Anfangsmiete (1996): 9,80 DM pro m² Wohnfläche (Nettokaltmiete).

Finanzierung:

Förderung im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus: ca. 1,7 Mio DM.

Zinsfreies Darlehen der Stiftung „Familie in Not“: 18.600 DM je Wohneinheit. Im Gegenzug erhält die Stiftung ein 25jähriges Belegungsrecht

Ziele/Motivation:
Zielgruppen:

Alleinerziehende und Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Zielsetzungen:

Die Stiftung „Familie in Not“ fördert seit 1978 kinderreiche Familien, Alleinerziehende und allein stehende schwangere Frauen, die durch besondere Umstände in Not geraten sind, u. a. durch die Übernahme von Mietkautionen oder Maklergebühren. Da Alleinerziehende und junge Familien häufig trotz solcher Zusagen keine Wohnung finden können, entschloss sich die Stiftung zu dieser Neubaumaßnahme, um auf die Wohnmisere der betreffenden Bevölkerungsgruppen hinzuweisen und zugleich anderen Trägern und Kommunen ein Beispiel zu geben.

Das Projekt soll außerdem zeigen, dass auch unter den einschränkenden Bedingungen des Sozialen Wohnungsbaus Planungen mit einer optimalen Wohnraumausnutzung auch für Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern möglich sind.

Architektur/Städtebau:
Partizipation:

Die zukünftigen MieterInnen wurden nicht an der Planung beteiligt.

Lage:

Das Gebäude befindet sich in einem bereits gut erschlossenen Wohngebiet mit nahe gelegenen Schulen, Sportplätzen und Versorgungseinrichtungen. Die Anbindung an den ÖPNV ist gut.

Im Erdgeschoss des Hauses wurde eine Kindertagesstätte mit einer Gruppe für 25 Kinder eingerichtet. Die Räume sind durch die Stadt Garbsen angemietet und an den Paritätischen Verein für Jugendförderung in Garbsen als Träger vergeben worden.

Chronik

1994: Fertigstellung

Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt

• Zugang zu (kostengünstigem) Wohnraum für Frauen in Notsituationen

• Unterstützung allein erziehender Frauen in der Phase der beruflichen Entwicklung nach dem Erziehungsurlaub

• Förderung der Eigenverantwortlichkeit und der Kooperationsbereitschaft

• Angebot einer zwanglosen Begleitung durch den Wohlfahrtsverband als AnsprechpartnerIn der BewohnerInnen bei persönlichen und beruflichen Problemen

• Erleichterung der Kinderbetreuung durch eine Kindertagesstätte im Haus

• optimale Wohnraumausnutzung, genügend Platz auch für mehrere Kinder

• offene Küche, so dass der Wohnbereich stets einsehbar ist

• Nähe zu Versorgungseinrichtungen und ÖPNV

Quellen:

Familie in Not – Stiftung des Landes Niedersachen (1994): Wohnungsprojekt für junge Familien und Alleinerziehende in der Stadt Garbsen. Hannover