Besondere Wohnprojekte für Alleinerziehende Bremen (Kattenesch)

Projekttyp:

Wohnprojekte für Alleinerziehende

Standort:

Bremen

Projektierungsbeginn:

Nicht bekannt

Fertigstellung/ Erstbezug

1993

Schwerpunkte:

Projekt für Alleinerziehende in Notlagen, die hier bezüglich des Flächenanspruchs 2-Elternfamilien gleichgestellt werden

Eine umgebaute Villa (Quelle: Walther, Simbringer, Stein, 1996)
Projektbeteiligte:
Eigentum:

Senator für das Bauwesen

Architektur:

Planungswerkstatt für Wohnen und Kultur e.V., Bremen

Kooperation:

Soziale Dienste der Kommune, Wohlfahrtsverbände, Bremer Frauenhäuser

Forschungsprojekt:

Planungswerkstatt für Stadtentwicklung, Sigrun Kühn, Bremen, Stadtrandlage

Umfang:
Projektumfang:

Das Projekt ist das erste von zwei Anfang bis Mitte der 1990er Jahre errichteten Wohnprojekten, die exemplarisch auf die Probleme Alleinerziehender am Wohnungsmarkt antworten. Dabei wurde die in Bremen für Alleinerziehende mit einem Kind geltende erweiterte Wohnflächen-Berechtigung (70 m² statt der üblichen 60 m²) umgesetzt, durch die diese Alleinerziehenden mit Zweielternfamilien mit einem Kind gleichgestellt werden.

Wohnungen:

Schaffung von sieben Wohnungen für Alleinerziehende durch Umbau eines Gutshauses.

Kosten/Mieten:
Finanzierung:

Sozialer Wohnungsbau

Ziele/Motivation:
Zielgruppen:

Allein erziehende und allein lebende schwangere Frauen.

Zielsetzungen:

Ziel war die Schaffung von besonderen Wohnangeboten für Alleinerziehende in Notlagen und deren Integration in ein „normales“ Wohnquartier unter Einbeziehung sozialer Dienste. In Zusammenarbeit mit zwei Bremer Frauenhäusern wurde ein mehrschichtiges Konzept einer bedarfsgerechten Belegung und Nachbetreuung des umgebauten Gutshauses in Kattenesch entwickelt, das aber letztlich doch nicht installiert werden konnte. Geplant waren darüber hinaus zusätzliche, integrativ wirkende Präventions-, Versorgungs-, Beratungs- sowie berufliche Wiedereingliederungsangebote. Durch die Gleichstellung der Alleinerziehenden mit Zwei-Eltern-Familien soll gewährleistet werden, dass auch bei wechselnder Lebensphase (z. B. neuer Partner) ein Verbleib in der Wohnung möglich ist, um Belastungen für das Kind durch einen Umzug zu vermeiden.

Architektur/Städtebau:
Partizipation:

Kein Angebot zur Partizipation der zukünftigen Nutzerinnen.

Sanierung und Umbau eines ehemaligen Gutshauses.

Chronik

1993: Bezugsfertigkeit und Belegung der Wohnungen in Kattenesch

Entwicklung seit Beginn:

Ein weiteres Projekt wurde verwirklicht.

Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt

• Wohnraum für Frauen in schwierigen Lebenslagen

• Überschreiten der üblichen Belegungsnormen

• Beratungs- und Unterstützungsangebot in Vernetzung mit autonomen Fraueneinrichtungen

• großzügige Wohnküchen

• Einrichtung von Hausarbeitsräumen

• Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen

• gut erreichbare Infrastruktureinrichtungen

Weitere Projekte der Initiative:

Besondere Wohnprojekte für Alleinerziehende Bremen, Kirchhuchting|46

Quellen:

BfLR (Hg.) (1993): ExWost-Informationen zum Forschungsfeld „Wohnsituation Alleinerziehender“ Nr. 2, Juni 1993, Bonn

BfLR (Hg.) (1996): Wohnsituation Alleinerziehender III. Ergebnisse des Forschungsfeldes „Wohnsituation Alleinerziehender und alleinstehender Schwangerer in Notlagen“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus. Bonn, S.18-19