Bauen für Kinder – Wohnen mit Kindern

Projekttyp:

Wohnprojekte für Alleinerziehende

Standort:

Hannoversch-Münden

Projektierungsbeginn:

1990

Fertigstellung/ Erstbezug

1992

Kontakt:

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hannoversch-Münden

Fon 05541-75255

Schwerpunkte:

Projekt zur Behebung der Wohnungsnot von Alleinerziehenden unter Beteiligung der kommunalen Frauenbeauftragten

Ein teilbares Kinderzimmer (Plan: D. Köppler, Bovenden)
Projektbeteiligte:
Eigentum:

Roland Bete, Niemetal-Löwenhagen

Architektur:

Dieter Köppler, Bovenden

Kooperation:

Stadt Hannoversch-Münden, Frauenbeauftragte

Umfang:
Projektumfang:

Sozialer Mietwohnungsneubau mit einer Gesamtwohnfläche von 949 m².

Wohnungen:

13 Wohneinheiten mit ca. 58 m² bis ca. 79 m² Wohnfläche.

Gemeinschaftsflächen:

Der ursprünglich als Kinderspielraum geplante Gemeinschaftsraum wird derzeit als Wohnung genutzt.

Kosten/Mieten:

Das Grundstück, Eigentum der Stadt Hannoversch-Münden, wurde im Rahmen von Erbpacht an den Bauträger übertragen.

Anfangsmiete (1992): 8 DM pro m² Wohnfläche (Nettokaltmiete).

Finanzierung:

Förderung im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus: 1,3 Mio. DM.

Zuschuss des Landkreises Göttingen: 65.000 DM.

Fehlbetragsausgleich durch die Stadt Hannoversch-Münden.

Belegungsrecht der Stadt Hannoversch-Münden für 15 Jahre.

Ziele/Motivation:
Zielgruppen:

Allein erziehende Frauen (und Männer).

Zielsetzungen:

Ziel ist die Schaffung von Wohnraum für Alleinerziehende als ein Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes auf der Basis eines Konzepts der gegenseitigen Hilfeleistung und der Erleichterung der Kinderbetreuung.

Architektur/Städtebau:
Partizipation:

In der Vorplanungsphase gab es Gruppengespräche mit den zukünftigen Bewohnerinnen.

Die Unterbringung einer sozialpädagogischen Fachkraft wurde von den Bewohnerinnen nicht erwünscht und die Stelle deshalb auch nicht eingerichtet. Ansprechpartnerin war in der Anfangsphase die Frauenbeauftragte der Stadt Hannoversch-Münden.

Lage:

Das Gebäude befindet sich in einem Neubaugebiet in Hannoversch-Münden. Die Innenstadt ist in 20 Minuten zu Fuß zu erreichen.

In unmittelbarer Nähe des Projekts befinden sich Dienstleistungseinrichtungen, ein Kindergarten, eine Grundschule mit Halbtagsbetreuung und eine Bushaltestelle. Ein Kinderspielplatz wurde eingerichtet.

Das Projekt besteht aus zwei nebeneinander liegenden Gebäuden mit Balkonen und Terrassen. Das Wohnzimmer ist als Allzweckraum konzipiert, wobei sich die Küche an diesen ohne Abtrennung anschließt.

Das ca. 20 m² große Kinderzimmer ist bei Bedarf in zwei kleine Zimmer teilbar. Ein weiterer Raum steht den Müttern bzw. Vätern zur Verfügung. Jede Wohnung verfügt über einen Abstellraum mit ca. 3 m² und über einen Balkon bzw. eine Terrasse.

Chronik

1990/91: Erstellung einer Bedarfsermittlung; Vorstellung in den politischen Gremien; Stadt stellt Grundstück zur Verfügung; Finanzierungszusage der Landestreuhandstelle

1992: Fertigstellung

Entwicklung seit Beginn:

Der Gemeinschaftsraum wurde zur Wohnung umgewidmet.

Umsetzung feministischer Planungskonzepte im Projekt

• wohnen mit gegenseitiger Hilfeleistung

• Allzweckraum mit angrenzender abtrennbarer Küche

• Sichtverbindung von der Küche in den Allzweckraum und das Kinderzimmer

• relativ gleichwertige Zimmer

• ein eigener Raum für die Mutter (oder den Vater)

• teilbares (Kinder)Zimmer

• belichtetes Bad

• Gemeinschaftsraum (als Kinderspielraum)

• nahe gelegene Kinderbetreuungseinrichtungen

• günstiger Standort (Nähe zu Infrastruktureinrichtungen und ÖPNV)

Quellen: